Opladen hält nur eine
Viertelstunde dagegen
24:35 (16:23) – Kunkel trifft wieder zweistellig – Geis verletzt
Saarlouis. Się wollten die Partie so lange wie möglich offen gestalten, so jedenfalls hatte es Opladen-Trainer Aaron Hahn vor der Partie auf den Wunschzettel geschrieben. Es gelang den Gastgebern am Freitagabend gegen den Favoriten aus dem Saarland nur eine knappe Viertelstunde lang (8:8, 14.), dann übernahm Saarlouis die Kontrolle über Gegner und Spiel und gab sie bis zum Ende nicht mehr ab. Mit 35:24 (23:16) holte sich das Lützelberger-Team vor leider nur 153 Zuschauern letztendlich souverän die nächsten beiden Punkte. Für den Cheftrainer der Saarländer hätte es ein rundum zufriedener Abend sein können, wäre da nicht die Verletzung von Silas Geis in der 20. Minute gewesen. Noch hofft man, dass es nicht wirklich schlimm ist.
„Von Anfang an bereit“, war Saarlouis in die Partie gestartet, wie es ihre Coach auf dem Plan hatte. Der TuS Opladen begann, wie Lützelberger es erwartet hatte – mit kompakter Deckung und gradliniger Offensive. Das wirkte bis zum 8:7 in Minute 14. Dann kamen die Saarländer in ihr gefürchtetes Tempospiel. Und kaum waren vier weitere Minuten gespielt, hatte die HGS die Führung der Gastgeber „umgedreht“. Karrenbauer, Kunkel, Paetow und Halimi markierten mit einem 5:0-Lauf die erste klare Führung der Saarländer beim 8:12. Und als Silas Geis (bei der Aktion verletzt) und erneut ein überragender Yves Kunkel auf 9:14 stellten, sah sich Aaron Hahn zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Geholfen hat es nicht. Im Gegenteil: Philipp Petschick markierte gleich nach seiner Einwechslung einen Doppelschlag und Elyas Noh stellte auf 9:17 (23.). Die Opladener Torhüter konnten einem schon fast leid tun. Mit 16:23 wurden die Seiten gewechselt und es schien schon alles entschieden in der Bielert-Halle, in der längst die Saarlouiser Fan-Kolonie auch die „Stimmungs-Kontrolle“ komplett übernommen hatte.
Und wie das im Handball manchmal so ist, nach dem Wiederbeginn gab es erst mal auf beiden Seiten eine regelrechte Torflaute. Auf beiden Seiten kamen mit Georg Mohr und Finn Zecher die Torleute ins Spiel, und Saarlouis brauchte beinahe sechs Minuten, bevor mal wieder ein Ball „rein ging“. Allerdings gelangen den Gastgebern in dieser Phase auch gerade mal 2 Treffer, weil Finn Zecher „abgeklärt“ eine Reihe von Chancen des TuS zunichte machte. So blieb es dabei: die Saarländer behielten auch in dieser Phase die Kontrolle und mit einem 3:0-Lauf zwischen 40. und 42. Spielminute stellten Yves Kunkel und Pawel Krawczyk sogar auf „Plus 10“ (17:27) und machten damit den Sack endgültig zu. Opladen erholte sich nicht mehr, war körperlich und moralisch bezwungen. Marcel Becker setzte schließlich knapp eine Minute vor Schluß mit seinem Treffer zum 24:35-Endstand ein deutliches Ausrufezeichen hinter diesen klaren Auswärtserfolg.
Nächsten Samstag geht es dann zum Schlußlicht TSV Bayer Dormagen 2 und auch dort wollen die Saarländer beide Punkte entführen – vielleicht ja auch schon wieder mit Weißgerber und Olle Österhall, die seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining sind.
Statistik HGS: Zecher 8 P, Fiedler 3 P, Kunkel 11/4, Paetow 6, Becker 4, Karrenbauer 3, Petschick 2, Halimi 2, Krawczyk 2, Noh 2, Schimmel 1, Geis 1, Reitz 1
Statistik TuS: Mohr 8 P, Becker 1 P, Len Johannmeyer 4/2, Heß 4, Thomas 4, Giesselmann 3, Emmerich 3, Fan Johannmeyer 2, Warschkull 2, Roth 2
Siebenmeter: HGS 4/4, TuS 2/3
Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, TuS 4
Zuschauer: 153

