Schlingmann: „Sie haben
nichts mehr zu verlieren“
Lützelberger will nächsten Sieg – „Wir wissen, worauf es in einem Derby ankommt!“
Saarlouis. Es ist die „Mutter aller Südwest-Derbys im Handball“, wenn die TSG Haßloch am Samstag als abstiegsbedrohter Vorletzter in der 3. Liga den aktuellen Tabellenersten aus Saarlouis erwartet. Es waren immer spannende Auseinandersetzungen – egal, ob in Haßloch oder in Saarlouis. Die Rollenverteilung ist in dieser Spielzeit allerdings klar: Die Saarländer sind der Favorit, die Pfälzer der Aussenseiter. Doch denen dürfte diese Rollenverteilung gefallen, denn sie können nach dem 34:28-Heimsieg gegen Dutenhofen am letzten Spieltag etwas befreiter in die Partie gehen.
„Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen, sondern wir müssen von Anfang an zeigen, daß wir das Spiel gewinnen wollen.“ Das sagt der erfahrenste im HGS-Torwart-Trio, Daniel Schlingmann, der Haßloch aus seinen sieben Jahren dort (2015 – 2022) bestens kennt und im Hinspiel mit 14 Paraden großen Anteil am 31:22-Sieg der HGS hatte. „Schlingel“ warnt daher: „Sie haben nichts mehr zu verlieren“ und Saarlouis müsse sich gut vorbereiten auf die Partie.
„Wir wissen, worauf es in einem Derby ankommt und wollen das von Anfang an auf die Platte bringen.“, hat HGS-Chefcoach Jörg Lützelberger diese Vorbereitung überschrieben und auf die „physische und taktische Qualität“ der TSG hingewiesen.
Personell hat der Saarlouiser Coach aktuell mit einigen Dingen zu jonglieren: Definitiv ausfallen werden am Samstag Hubert Kornecki, Gil Kunkel und Marko Jelicic. Kornecki ist derweil in Polen an seiner Schulter erfolgreich operiert worden, wird aber lange nicht Handball spielen können. Bei Gil Kunkel ist es die Muskelverletzung, die ihn schon mehrfach in dieser Saison zur Pause gezwungen hat, die erneut Probleme macht. Bei Top-Talent Marko Jelicic läuft der Aufbau nach seiner Fußverletzung nach Plan. Kommende Woche wird ein erneutes Bild vom Fuß gemacht um den Wiedereinstieg ins Balltraining zu planen. Ein weiteres „ Sorgenkind“ für Lützelberger ist Philipp Kockler, dessen Oberschenkel immer noch in einem schlechten Zustand ist und der ebenfalls auszufallen droht.
Positiv ist dagegen, daß „Marci“ Becker wieder im Training ist und die beiden schwedischen Neuzugänge Olle Österhall und Zeb Bjerneld am Mittwoch in Saarlouis angekommen sind und am Wochenende bereits spielberechtigt sind. Lützelberger dazu: „ Wir werden uns kennenlernen, ihnen helfen, anzukommen und dann herausfinden, wie wir sie optimal ins Team integrieren.“
Sicher werden auch wieder viele Saarlouiser Fans den Weg ins TSG-Sportzentrum finden und ihre Mannschaft lautstark unterstützen. Angepfiffen wird die Partie um 19.30 Uhr vom Gespann Timo Widmann und Christian Gebel (Bisingen/Emmedingen) aus dem Drittliga-Anschlußkader des DHB. (pw)
Zum Liveticker: https://www.handball.net/spiele/sportradar.dhbdata.86375/ticker
Zum Livestream: https://sporteurope.tv/tsg-hassloch-maenner/3-liga-staffel-sued-west-tsg-hassloch-vs-hg-saarlouis-10

