HGS ist Meister der
Südwest-Staffel 2026
Deutlicher 41:17-Sieg gegen Homburg – Alles rund um das Derby-Finale
Saarlouis. Das 2. Etappenziel nach dem Erreichen der Aufstiegsrunde auf dem Weg in die 2. Bundesliga ist geschafft: Die HG Saarlouis ist nach 2009 wieder MEISTER im Handball-Südwesten – und das mit einem überzeugenden 41:17 (20:13)-Sieg gegen Absteiger TV Homburg. Fast 1500 Zuschauer gaben dem Derby-Finale einen würdigen Rahmen und viele feierten danach mit Tom Paetow und Co. diesen hart erarbeiteten Erfolg. Jetzt greift dann so langsam besagte Aufstiegsrunde in den Köpfen der Trainer, Spieler und Verantwortlichen Platz.
Wer da dann aber in der Gruppe 1 die Gegner der HGS sein werden, und wer in der Gruppe 2 mit Emsdetten und Gelnhausen den Aufstiegsplatz ausspielen wird, entscheidet sich im Nord-Westen (Hamm oder Vinnhorst) und im Nord-Osten (Braunschweig oder Aue) erst am kommenden Wochenende.
Rund um das Final-Derby gab es dann auch noch einiges andere zu erfahren: So wird die altehrwürdige Stadtgartenhalle in die „Bundesliga aufsteigen“ und wie die Lanxess Arena in Köln einen modernen Glasboden erhalten. Saar-Sportminister Reinhold Jost überbrachte vor der Partie einen Zuschuss-Bescheid des Landes dafür über eine Million Euro. HGS-Präsident Dr. Steffen Freichel bedankte sich namens der Handball-Familie bei der Politik von Land, Kreis und Stadt für das Engagement in dieser Sache.

Zuschuss-Bescheid (1 Million Euro) für neuen Glas-Hallenboden) übergeben
Foto: Rolf Ruppenthal/ 2. Mai 2026
Einen weiteren Meistertitel gab es an diesem Abend auch noch zu feiern: Die U19 wurde als Meister der RPS-Regionalliga geehrt. Personalien gab es auch – gute und weniger gute: Die Vertragsverlängerung von Flügelflitzer Elyas Noh um 2 Jahre zählt dabei zu den guten Nachrichten. Die Bänder-Verletzung von Sven Eberlein ist eine ganz schlechte Nachricht. Er war im Training umgeknickt. Ob es in der Aufstiegsrunde wieder geht, müsse man mal schauen, meinte er. Dafür freuten sich Team und Fans darüber, daß Olle Österhall wieder mitmischen konnte und für die Aufstiegsrunde fit ist.

In der Pasuse wurde die Saarlouiser A-Jugend für ihre Meisterschaft geehrt.
Foto: Rolf Ruppenthal/ 2. Mai 2026
Und noch ein bisschen Statistik: Die HGS hat die 1000-Tore-Schallmauer durchbrochen und stellt mit 788 Gegentoren in 30 Spielen definitiv die beste Abwehr der Staffel. Und es war HGS-Top-Torschütze Yves Kunkel, der mit dem Gegenstoßtor zum 25:14 für den 1000. Saisontreffer der HG sorgte. Für sich selbst knackte er unmittelbar davor beim 24:14 die 200er Marke in der Torschützenliste.
Die Geschichte des Derbys ist schnell erzählt. Homburg zeigte mit einem „Spiel ohne Druck“, daß man zu recht in dieser Liga gespielt hat. In den zehn Anfangsminuten ließen sie Saarlouis nicht wegziehen, spielten munter mit und hatten von Anfang an mit dem Ex-Saarlouiser Fabian Schommer im Tor einen guten Rückhalt (7:7, 9.). Erst allmählich kamen die Hausherren in Schwung, setzten sich nach einer guten Viertelstunde beim 12:8 durch Österhall erstmal deutlicher ab. Der schwedische Neuzugang, der die letzten Partien fehlte, setzte wieder Akzente. Bis zum Pausenpfiff der beiden unauffällig, gut leitenden Schiedsrichter Gorenflo/Mangold baute Saarlouis den Vorsprung auf 20:13 aus und lag klar auf Kurs Meisterschaft.
Die Lützelberger-Jungs ließen sich auch im zweiten Spielabschnitt von diesem Kurs nicht mehr abbringen, machten weiter Tempo und setzten sich weiter ab. Schon nach 35 Minuten wurde der Vorsprung zweistellig (24:14) und die Vorfreude auf die Siegesfeier in der Halle wuchs im gleichen Maß, wie dieser Vorsprung. Nach einem Dreierpack von Schweden-Power Nr. 2, Zeb Bjerneld hieß es 37:17 (56.). Schönes Bild für die Fans auch, daß in den letzten Minuten Alexander Zwing aus der Top-Talente-Schmiede der HGS, seine beiden ersten Drittliga-Tore beisteuern konnte. Der Rest war Jubel mit einer stehenden Halle.
Sehr zufrieden und stolz auf seine Jungs zeigte sich nach der Partie dann auch „Meister-Trainer“ Jörg Lützelberger. Nach dem man die ersten beiden Schritte im Plan gemacht habe, gelte es jetzt, auch den nächsten Schritt zu gehen und in der Aufstiegsrunde gegen Top-Gegner zu bestehen. „Ich freue mich über alles was war und freue mich auf das, was kommt.“

Durch einen überzeugenden und deutlichen Heimsieg über Absteiger TV Homburg,sicherte sich die HG Saarlouis in der heimischen Stadtgartenhalle die Meisterschaft in der dritten Liga.
Foto: Rolf Ruppenthal/ 2. Mai 2026
Statistik HGS: Zecher 1 Parade, Fiedler (ab 16. Min.) 14 Paraden, 2x7m, Yves Kunkel 10/1, Bjerneld 7, Paetow 5, Reitz 5, Weißgerber 4, Österhalle 3, Zwing 2, Noh 2, Kockler 2, Petschick 1
Statistik TVH: Schommer 9 Paraden, Valda 5, von Lauert 3, Almeida 3, Grbavac 2/1, Resende 2, Altmeyer 1, Schimmel 1
Siebenmeter: HGS 1/1, TVH 1/5
Zeitstrafen in Minuten: HGS 2, TVH 4
Zuschauer: 1448

