Allgemein

Deutliche Entwicklung gegen

Top-Gegner erkennbar

Schweizer Top-Club Kadetten Schaffhausen eine Halbzeit lang „geärgert“

 

Saarlouis/Schaffhausen. Es war eine Woche, in der sich das Team deutlich weiter entwickelt hat und gleichzeitig auch viele Erfahrungen sammeln konnte. Darin waren sich am Freitagnachmittag HGS-Sportdirektor Markus Baur und Cheftrainer Jörg Lützelberger einig. Der Vergleich mit absoluten TopClubs (Erstlist HBW Balingen und Kadetten Schaffhausen), zu sehen, wie diese Teams physisch und handballarisch ihre Aufgaben erledigen, sei für die Jungs beim Drittlgisten als besondere Erlebnisse positiv zu verbuchen. Klar war, daß der 15fache Schweizer Meister und European League-Teinehmer Kadetten Schaffhausen am Freitag in seinem ersten Testspiel am Ende vom Ergebnis her die Nase vorne haben würde und der klare 38:24-Heimsieg war erwartbar.

 

Allerdings mussten sich die Jungs von Norwegens Nationaltrainer Jonas Wille durchaus auch ein bisschen ärgern lassen. Insbesondere in der 1. Hälfte hielt der Drittligist das Match ausgeglichen und ging nur mit „Minus 2“ (15:13) in die Pause. Jörg Lützelberger, der am Mittwoch in Balingen noch mit der Anfangsphase seiner Mannschaft unzufrieden war, hatte Tom Paetow und Co. eingeimpft, das in der BBC-Arena in Schaffhausen anders anzugehen. Und mit einem gut aufgelegten Finn Zecher im Tor und einer von Pierre Halimi organisierten und angeführten Abwehr, leisteten die Saarländer deutlich Widerstand. Zwar gingen die Gastgeber nach wenigen Minuten in Führung, doch absetzen konnte sich der Schweizer Top-Club, den Markus Baur 2013 bis 2015 trainiert hatte, erst mal nicht. «Auch wenn wir zur Halbzeit nur mit zwei Toren führten», resümierte Jonas Wille nach seinem ersten Spiel als Headcoach der Kadetten, «waren bereits Ansätze guten Spiels erkennbar. Allerdings haben wir zu viele Würfe vergeben und uns viel zu viele leichte Fehler geleistet.»

Das änderte sich mit Beginn der zweiten Spielhälfte. Der europäische Top-Club schaltete einige Gänge hoch und innerhalb von gerade mal sieben Minuten zogen die Gastgeber auf 24:16 davon. Damit war der Widerstand der HGS offenbar gebrochen, zumal nun auch Kadetten-Neuzugang Mathieu Seravalli in dieser Phase sein Tor komplett vernagelte. Eine Viertelstunde vor Schluß war beim 30:18 vom Ergebnis her das Spiel eigentlich gelaufen, obwohl Saarlouis hinten raus nochmal etwas aufkam.

 

Am Ende waren beide Seiten nicht unzufrieden – die einen wegen des gelungen Auftaktes in ihre Saisonvorbereitung, die anderen, weil eine Entwicklung in dieser intensiven Woche deutlich erkennbar geworden sei. Besonders freuten sich Markus Baur und Jörg Lützelberger über den Top-Einstand ihrer Neuverpflichtung Pierre Halimi. Der Franzose habe nach nur wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten in beiden Partien gegen die Top-Gegner gezeigt, daß er „uns sofort besser macht“ in der Defensive.

Nun stehen mit den beiden Tests gegen die Eulen Ludwigshafen und Heilbronn Horkheim noch zwei Vorbereitungsspiele auf dem Kalender, bevor es dann mit der Pokal-Partie gegen Göppingen in die Pflichtrunde geht. (Pw.)