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Die Serie hält

HG Saarlouis holt in Haßloch 3. Auswärtssieg in Folge und ist seit fünf Partien ungeschlagen

 

Saarlouis. Seit fünf Spielen ungeschlagen, in den letzten drei Auswärtspartien doppelt gepunktet und in der Tabelle auf Rang 5: Für die HG Saarlouis läufts im Moment – auch beim Saar-Pfalz-Derby am Samstagabend in Haßloch. Gut 200 Zuschauer, darunter wieder lautstarke HGS-Fans, erlebten ein spannendes Duell, das die Saarländer am Ende verdient mit 31:28 (15:13) für sich entscheiden konnten.

 

Dabei war die Situation für Philipp Kessler und seine Jungs garnicht so einfach. Marcel Becker musste nach 2 Treffern und zehn Minuten Spielzeit mit einer muskulären Verletzung aufhören. Da Niklas Louis ohnehin fehlte, musste Kessler ohne Linkshänder im Rückraum auskommen. Zudem waren Adel Rastoder und Kapitän Philipp Leist nach Magen-Darm-Problemen unter der Woche geschwächt. So lag die Hauptverantwortung auf anderen Schultern. Ganz besonders breite Schultern hatte HGS-Torhüter Pat Schulz. Er kaufte mit insgesamt 17 Paraden und drei gehaltenen Siebenmetern den Gastgebern den Schneid ab. In der Defensive halfen Adel Rastoder und Marko Grgic ihrem Torwart, vorne schulterten Tom Paetow, Lukas Hüller und Tommy Wirtz die Hauptlasten.

 

Die Gäste waren ganz gut ins Spiel gekommen, lagen schon 1:5 vorne, bevor die TSG in die Partie fand und erst einmal auf 4:6 (10.) verkürzen konnte. Aber die Saarländer blieben auch in der Folge vorn. Zwischen zwei und vier Toren Vorsprung pendelte die Gästeführung bis zum Pausenpfiff (13:15). Die Halbzeit-Bilanz aus Sicht der HG: 15:13-Führung, Schulz 9 Paraden und 1 gehaltener Siebenmeter, Tommy Wirtz 7/5 Tore, 8 Minuten in Unterzahl wegen 4 Zeitstrafen.

 

Und zwei weitere dieser Zeitstrafen gegen die Saarländer waren es dann auch, die zu Beginn der zweiten Spielhälfte dafür sorgten, dass Haßloch Morgenluft witterte. Saarlouis nahm in Unterzahl den Torwart raus und das nutzte einer der Besten auf Seiten der Gastgeber, Torwart Daniel Schlingmann mit zwei Treffern übers ganze Feld ins leere Tor. Plötzlich führte die TSG mit 17:16 (35.). Zwei Grgic-Treffer und einen Tommy-Siebener später war dann aus Sicht der HGS wieder alles ok: 17:19 (39.). Die TSG blieb jetzt aber in Schlagdisdanz.

 

Beim 22:22 (47.) nahm TSG-Coach Tobias Job eine Auszeit, wollte den Führungstreffer initiieren. Doch das gelang nicht. Die HGS_Abwehr und Pat Schulz vernagelten das eigene Tor und vorne sorgten natürlich Tommy Wirtz, Lukas Hüller und Kapitän Philipp Leist (in der Schlussphase drei Mal auf Aussen freigespielt und sicher vollstreckt) für die Vorentscheidung. 22:25 hieß der Zwischenstand 9 Minuten vor dem Ende. Da konnten es sich die Saarländer sogar leisten, dass Tommy Wirtz seinen siebten Siebenmeter ans Torgebälk semmelte, das aber kurze Zeit später mit dem nächsten Gegenstoß-Treffer zum 22:26 (53.) wieder gut machte.

 

Typisch für dieses Derby dann auch die Schluss-Minuten: Philipp Leist stellt das Ergebnis mit seinem dritten Treffer auf 25:28 (56.). Sekunden später kassiert Kurotschkin 2 Minuten, den fälligen Siebenmeter pariert Pat Schulz gegen Djozic. Wenig später trifft TSG-Gaolie Schlingmann nochmal ins leere Tor der Gegner zum 26:28 (57.). Dann kassiert Jan Triebskorn eine 2-Minuten-Strafe, meckert rum und wird nochmal mit 2 Minuten bestraft. Und da das seine dritte war, gibts noch ne rote Karte obendrauf. Lukas Hüller trifft zum 26:29. Noch immer stehen zweieinhalb Minuten Spielzeit auf der Uhr. Max Zech netzt zum 27:29 und Tom Paetow ist mit zwei Toren für den Schluß-Doppelpunkt und den Jubelkreis zum Auswärtserfolg verantwortlich.

 

Statistik HGS: Pat Schulz 17 Paraden+ 3 Siebenmeter gehalten, Wirtz 11/6, Hüller 5, Paetow 5, Grgic 3, Leist 3, Becker 2, Walz 1, Hoffmann 1

Statistik TSG: Schlingmann 13 Paraden, 3 Tore, Sublys 6, Kern 6, Götz 2, Messerschmidt 2, Borodovskis 2/1, Djozic 2/1, Zech 2, Triebskorn 1, Seelos 1, Herbert 1

Siebenmeter: HGS 6/7, TSG 2/5

Zeitstrafen in Minuten: HGS 14, TSG 12 (rote Karte Triebskorn 3×2 Min)

 

Schiedsrichter: Benedikt Franz/Dennis Wießmeyer

Zuschauer: 200