Allgemein

Guter Test gegen 3 Erstligisten

Körperlich unterlegen, aber mit guter Moral – Neuformiertes HGS-Team arbeitet noch am Zusammenspiel

 

Saarlouis/Merzig. Am Ende wurde es für die HG Saarlouis der 6. Platz beim hochklassig besetzten Ernst-Thiel-hummels-Cup 2018. Für Phillipp Kessler war es nach der 21:28 (8:15)-Niederlage gegen hoch motivierte Bregenzer aus Österreichs Liga 1 am Sonntag dennoch ein gelungener Teil der Vorbereitung. Gegen körperlich überlegene Mannschaften zu spielen und zu sehen, wo aktuell die Grenzen liegen, das sei nach dem Turnier Grundlage für die weitere Arbeit in den restlicheen drei Wochen Vorbereitung auf die Drittliga-Saison.

 

Die dezimierten Saarlouiser (Leist, Noll und Louis verletzt) sind, das war in allen drei Cup-Partien gegen Erstligisten aus Frankreich, der Schweiz und Österreich erkennbar, noch auf der Suche nach der „Eingespieltheit“, die andere Drittligisten, wie Dansenberg und Zweibrücken, schon haben. Daran wird in den kommenden Wochen zu arbeiten sein. Entscheidend für den Trainer der HGS war aber auch, dass sich kein weiterer Spieler verletzt hat. Da ging es beispielsweise der VTZ Saarpfalz an diesem Wochenende schlechter, denn mit Wladislaw Kurotschkin zog sich eine der Säulen der Mannschaft von Dado Grgic im Turnier einen Mittelfußbruch zu.

 

Nach dem Samstags-Sieg gegen den Schweizer Erstligisten Basel im Siebenmeterwerfen, traf man am Sonntag dann auf wesentlich stärker motivierte Gäste aus Bregenz. Der österreichische Erstligist, der sich am Samstag beim knappen 18:16-Sieg gegen die VTZ nicht so stark präsentiert hatte, zeigte am Sonntag dann ein anderes Gesicht, war von Beginn an dominierend, spielte seine körperlichen Vorteile aus und wirbelte im Angriff die Saarlouiser Defensive kräftig durcheinander. Trainer Jörg Lützelsberger gab seiner ersten Sieben reichlich Spielzeit und setzte die HGS so mächtig unter Druck.

 

Halbzeit 1 war zudem ein kleines Siebenmeter-Festival. Die Unparteiischen verhängten gleich 11 Stück (6 für Saarlouis, 5 für Bregenz) in den ersten 30 Minuten. Und während Pat Schulz von den fünfen keinen zu fassen bekam, fischte sein Gegenüber Goran Aleksic den Saarländern gleich zwei weg. Saarlouis kam im Angriff nicht so richtig zum Zug, spielte – wie Kessler später monierte – Aktionen nicht bis zum Ende und mancher Wurf war leichte Beute für Aleksic. Der HGS-Coach verlangte auch mehr Leidenschaft von seinen Jungs, die mit einem 8:15-Rückstand in die Pause kamen.

 

Das wurde zwar nach dem Seitenwechsel besser, aber geholfen hat es erstmal nix. Bregenz erhöhte munter weiter und führte in der 42. Minute beim 11:21 erstmals zweistellig. Doch Saarlouis gab nicht auf. Pat Schulz (insgesamt 16 Paraden) hielt, was zu halten war und auch im Angriffsspiel wurde die HGS jetzt besser, war neun Minuten vor dem Ende auf 17:25 herangekommen. Doch Bregenz verwaltete den deutlichen Vorsprung aus Halbzeit 1 bis zum Ende und holte sich mit dem 21:28-Sieg den fünften Platz im Turnier. Für die HGS bleibt anerkennend festzustellen: Die zweiten 30 Minuten konnte sie mit 13:13 ausgeglichen gestalten.

 

Gewonnen hat den Ernst-Thiel-hummel-Cup 2018 am Ende übrigens Erstliga-Aufsteiger Bietigheim, der Dünkirchen im Finale mit 26:22 bezwang. Platz 3 geht an den Erstligisten Friesenheim (mit Jerome Müller), der Dansenberg mit 29:24 besiegte.

 

Statistik HGS: Pat Schulz 16 Paraden, Peter Walz 6/4, Abadie 5/1, Lielais  3, Hartz 3, Rifel 2, Kewenig 2.