Die Erfahrenen setzten
die wichtigen Akzente
Gute Reaktion auf die Münster-Pleite: Deutlicher 38:27-Erfolg in Vallendar
Saarlouis. Sie haben gezeigt, daß sie es besser können und die Aufgabe beim HV Vallendar souverän erledigt. Es waren die Erfahrenen, die am Samstag vor 450 Zuschauern in der Konrad-Adenauer-Halle in Vallendar beim 38:27 (18:13)-Sieg vorangingen. Yves Kunkel (8 Treffer), Kapitän Tom Paetow (7) und Sven Eberlein (7) setzten mit ihren Toren die wichtigen Akzente.
HGS-Cheftrainer Jörg Lützelberger freute sich darüber, das seine Jungs, wie schon im Training unter der Woche, am Samstag die Reaktion auf die Münster-Pleite auch auf der Platte in Vallendar gezeigt hätten: „Das haben die Jungs gut gemacht.“ Insbesondere in der Abwehr habe man Stabilität und Automatismen „wiedergefunden“. Sowohl im 6 gegen 6, als auch im 7 gegen 6 habe das Team ein gutes Spiel abgeliefert und im Zusammenspiel mit der erneut lautstarken Fan-Delegation auch ein gutes Ergebnis geholt.
Daß es am Ende nicht noch deutlicher ausgegangen ist, lag auch daran, daß ein Handballspiel nun mal „in Wellen“ verläuft. Saarlouis hat über die 60 Minuten verteilt sich auch ein, zwei schwächere Phasen geleistet, dann aber immer zum rechten Zeitpunkt wieder angezogen. Gleich zu Beginn hatte Yves Kunkel die erste Chance vom Siebenmeter-Punkt liegen gelassen und knapp eine Minute später sorgte Philipp Petschick für die Führung, die Vallendar-Top-Toschütze Torben Waldgenbach wenige Sekunde später ausglich. Dass das der einzige Gleichstand in der Partie war und bleiben sollte, ahnte da noch keiner.
Saarlouis baute in der Folge seine Führung kontinuierlich aus. Über 3:6 (8.) und 4:8 (11.) hielten die Gäste das Spiel und den Gegner unter Kontrolle. Als Yves Kunkel von Linksaussen das 7:14 markierte, waren knapp 20 Minuten gespielt und Vallendar-Coach Veit Waldgenbach zog schon seine zweite Auszeit. Die brachte erst mal aber nichts. Saarlouis erhöht mit einem Doppelschlag von Eberlein und Kunkel auf 7:16 – oder „9 vor“. Es folgte die erste Phase, in der die HGS-Angreifer nicht mehr trafen und Vallendar nutzten diese Schwächephase und kamen auf 13:17 (30.) heran. Silas Geis markierte eine Sekunde vor dem Pausenpfiff von Christian Staszak und Stefan Walter den 13:18-Halbzeitstand.
Zu Beginn der zweiten 30 Minuten kassierte Yves Kunkel eine 2-Minuten-Strafe und die Gastgeber verkürzten noch ein Mal auf 15:18 (33.). Das beantworteten dann Eberlein, Paetow, Halimi und Kunkel mit einem 5:0-Lauf und stellten das Ergebnis auf der Anzeigetafel auf 15:23 (37.). Wenig später waren es dann beim 16:25 wieder „plus 9“. Die 450 Fans in der Adenauer-Halle hatten da Hoffnungen auf ein wirklich besseres Ergebnis schon begraben. Ihre Mannschaft wehrte sich dennoch weiter, holte noch einmal drei Tore auf (19:25, 43.) und Jörg Lützelberger hatte Redebedarf. Er wechselt für die Schluß-Viertelstunde Finn Zecher für den gut haltenden Michel Fiedler ein und sortierte seine Reihen. Schnell stellten Elyas Noh (Siebenmeter) und Tom Paetow den alten Abstand wieder her (19:28, 47.).
Noch acht Minuten verblieben auf der Spieluhr, als erneut Elyas Noh mit seinem 4. Siebenmeter-Treffer (Quote 100%) den Vorsprung der Saarländer doch noch zweistellig machte (22:32). „Plus 13“ heiß es nach dem 24:37 von Philipp Petschick rund 3 Minuten vor dem Ende. Schließlich blieb der Vorsprung zweistellig. Saarlouis freut sich nun auf die Top-Spiel-Woche, denn am kommenden Samstag geht es in Krefeld gegen die aktuelle Über-Mannschaft der Südwest-Liga.
Statistik HGS: Fiedler 9 Paraden, Zecher 5 P, Kunkel 8, Eberlein 7, Paetow 7, Noh 5/4, Karrenbauer 4, Petschick 2, Geis 2, Reitz 1, Becker 1, Halimi 1
Statistik HV: Lorenz 7 P, 1x7m, Hodur 1P, Marczalek 5, Kalani Schmidt 5/3, Torben Waldgenbach 4, Florian Schmitt 4, Ramaj 3, Hines 3, Fabian Schmitt 1, List 1, Jan Waldgenbach 1
Siebenmeter: HGS 4/5, HV 3/3
Zeitstrafen in Minuten: HGS 8, HV 4
Zuschauer: 450

