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„Das Ziel ist klar:

Aufstieg in die 2. Bundesliga“

HGS-Präsident Dr. Steffen Freichel im Interview zur kommenden Saison

 

Saarlouis. Die HG Saarlouis hat sich für die neue Saison den Aufstieg in die 2. Bundesliga vorgenommen. Das sagt Vereinspräsident Dr. Steffen Freichel im Interview zum Saisonstart ganz klar. Außerdem gibt er wichtige Einblicke in die strategische Entwicklung der HGS und erklärt, worauf sich die Handballfans in Saarlouis in dieser Saison besonders freuen dürfen.

 

Für die Saison 2026/27 gibt es für Freichel eine ambitionierte Zielsetzung. „Nach der herausragenden Vorsaison mit dem nur sehr knapp verpassten Aufstieg und sehr guten Entwicklungsschritten der Mannschaft ist der Aufstieg das einzig logische und zu kommunizierende Ziel“, so der Präsident.

 

Ganz ohne Demut geht das allerdings nicht: Die Staffel ist in dieser Saison stark besetzt, und bereits in der Vorbereitung musste die Mannschaft einiges an Verletzungspech verkraften. Damit das Ziel gelingt, müsse deshalb einiges zusammenkommen, die Weiterentwicklung der Mannschaft, eine gute Integration der Neuzugänge und möglichst wenig weitere Verletzungen. Das konkrete Etappenziel ist für Freichel entsprechend vorgelagert: „Wir wollen unter den ersten beiden Platzierungen landen, um dann diese Chance zu nutzen.“ Auch die Teilnahme an der Aufstiegsrunde der Vorsaison sowie ein anspruchsvoll gewählter Vorbereitungsspiel-Kalender hätten die Mannschaft weitergebracht. Dazu komme das Umfeld: „Wir brauchen auch die mittlerweile immer ausverkaufte Stadtgartenhalle.“

 

Strukturelles Wachstum als Fundament

 

Dass der Verein sich dieses Ziel zutraut, begründet Freichel mit der Entwicklung der Mannschaft und des gesamten Vereins. „Die Mannschaft hat sich bereits im ersten Jahr unter Jörg Lützelberger in allen Bereichen enorm verbessert, diese Entwicklung wird weiter fortgesetzt“, sagt er. Hinzu kämen Neuzugänge aus der Vorsaison, die ihr Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft hätten, sowie die neuen Verpflichtungen Halimi, Karrenbauer und Schimmel, dazu gut integrierte Top-Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Auch organisatorisch sieht sich der Verein gut aufgestellt: „Der Verein selbst ist wirtschaftlich und infrastrukturell sehr gut aufgestellt, wir arbeiten konstant daran, es überall noch besser zu machen.“

 

Als zentralen Baustein nennt Freichel die Neuausrichtung der Sponsorenlandschaft. „Sponsoren kommen nicht mehr aus Goodwill zur HG Saarlouis, sondern weil ein Sponsoring bei uns durch neue Netzwerk-Möglichkeiten, eine ausverkaufte Halle oder rund 15.000 Social-Media-Kontakte einen echten Mehrwert bietet.“ Neue Kontakte, Partnerschaften, Mitarbeitende und Kunden seien für die Sponsoren entstanden. Auch organisatorisch habe sich viel getan, wie die neue Geschäftsstelle mit deutlich verbesserten Trainings- und Fitnessmöglichkeiten sowie neue zentrale Positionen, etwa im sportlichen Bereich mit Sportdirektor, Top-Talents-Koordinator und Scout, aber auch im Bereich Presse und Social Media. Freichel betont zudem den Rückhalt im Verein selbst: Die Zahl der ehrenamtlichen Helfer bleibe stabil oder wachse sogar, „sie haben Spaß an der HG Saarlouis und dem tollen familiären Miteinander.“

Die Stadtgartenhalle als Symbol für den eigenen Anspruch

 

Auch der laufende Umbau der Stadtgartenhalle ist für Freichel mehr als ein reines Bauprojekt. „Der neue Glasboden ist für alle Vereine in Saarlouis, aber insbesondere für die HG Saarlouis von herausragender Bedeutung“, sagt er, sowohl wegen der digitalen Möglichkeiten mit ein- und ausblendbaren Linien als auch wegen der Farbe: Ein blauer Boden ist bei einem Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga sogar Pflicht. „Im Aufstiegsfall würden wir uns das Auslegen vor jedem Heimspiel sparen, diese Investition unterstützt also unseren sportlichen Anspruch.“ Freichel dankt dabei ausdrücklich Land und Stadt für die Unterstützung. Gemeinsam mit neuen, über 50 Meter langen LED-Banden für digitale Bandenwerbung werde sich das Handballerlebnis für die Fans weiter verbessern.

 

Was die Fans erwarten dürfen

 

Für die neue Saison verspricht Freichel den Fans einiges: eine bestens vorbereitete Mannschaft mit eingespieltem sportlichen Staff, die für das große Ziel alles geben werde, dazu ein auch optisch verbessertes Handballerlebnis durch Glasboden und LED-Banden. Auch kulinarisch tut sich etwas: Neben place2b sorgen künftig mit Bitburger, Pinard de Picard und Gerolsteiner weitere Gastronomie-Partner für die gesamte Halle. Für besondere Momente stehen zwei VIP-Bereiche bereit, die gewohnte Pinard de Picard Lounge sowie die neue Bitburger Saargoldstube mit All-in-Konzept.

 

Die Botschaft von Präsident Freichel ist damit klar: Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist erklärtes Ziel der neuen Saison, getragen von einer Mannschaft im Aufwind, einem strukturell gewachsenen Verein und einem Umfeld, das mit der neuen Stadtgartenhalle einen weiteren großen Schritt macht.