Saalouiser Handball-Familie
trauert um Klaus Hoen
Saarlouis-Lisdorf. Die Saarlouiser Handball-Familie trauert: In der vergangenen Woche verstarb im Alter von 78 Jahren Klaus Hoen. Schon mit 17 Jahren hütete Klaus das Tor in der 1. Mannschaft des SC Saargold Saarlouis-Lisdorf auf dem Großfeld, war Auswahlspieler und galt schon in jungen Jahren als einer der besten Torhüter im Land. Klaus machte auch den Weg vom Großfeld in die Halle mit – das Tor wurde dabei zwar kleiner, das Spiel aber auch wesentlich schneller.
Dabei ist für die Saargold-Handballer und auch für Klaus Hoen die Saison 72/73 unvergessen als das Team mit Spielertrainer Hans-Joachim Müller die Oberliga Meisterschaft und den Aufstieg in die eingleisige Regionalliga, der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse, schaffte. In der entscheidenden Partie gegen den 1. FC Saarbrücken brauchte Lisdorf zur Meisterschaft nur einen Punkt. Vor 1800 Zuschauern in der proppenvollen Stadtgartenhalle entspann sich ein tolles Kampfspiel, das damals erstmals „beinahe live“ im 3. Programm vom SR übertragen wurde. Die dramatischen Schluß-Sekunden hatten sich auch bei Klaus Hoen ins Gedächtnis eingeprägt.
Beim Stand von 13:13 ging Saarbrücken zur Manndeckung über und Joachim Deckarm eroberte den Ball. Ein langer Pass auf Richard Ecker, Klaus Hoen eilte aus dem Tor, doch Ecker fing den Ball mit dem Rücken zum Tor, drehte sich um Hoen herum und warf das Leder auf das leere Lisdorfer Tor. Der Ball flog gefühlt mehrere Minuten und landete schließlich auf der Querlatte des leeren Tores. Der Rest war Jubel und Freude pur bei Klaus Hoen und seinen Kameraden über die Meisterschaft.
Nicht nur deshalb wird Klaus Hoen als untadliger Sportsmann und Teamspieler immer einen festen Platz in der Galerie des SC Saargold Lisdorf haben. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und die Saarlouis Handball-Familie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

