Stolz auf eine „gute
bis sehr gute“ Saison
HGS beendet Aufstiegsrunde mit 37:32-Heimsieg über Braunschweig
Saarlouis. Das war sie, die Meisterschafts-Saison 2025/26 – und es war für die HG Saarlouis eine „gute bis sehr gute“ Spielzeit, auf die man stolz sein kann. Zum Schluss gab es dann auch noch den klaren 37:32-Heimsieg im letzten Spiel der Aufstiegsrunde gegen den MTV Braunschweig. Nur zum Erreichen des ganz großen Ziels Aufstieg hat es diesmal noch nicht gereicht. Aber die Entwicklung der Mannschaft habe Riesen-Fortschritte gemacht, so eine erste positive Saison-Bilanz von Cheftrainer Jörg Lützelberger.
Der war vor allem auch mit dem Auftritt seiner Jungs in der Partie, in der es ja eigentlich um nichts mehr ging, sehr zufrieden. Man habe einen guten Gegner so ab der Mitte der ersten Halbzeit in den Griff bekommen und danach auch immer Kontrolle ausgeübt. Das feierten im letzten Heimspiel auch noch einmal hoch zufriedene 1450 Zuschauer teils mit stehenden Ovationen. Die bildeten am Ende auch einen tollen Rahmen für die hochemotionale Verabschiedung verdienter Spieler. Daniel Schlingmann und Gil Kunkel verabschieden sich in Richtung Homburg, Philipp Kockler kehrt zu den Handballfreunden Illtal zurück, Meti Durmishi will seine berufliche Ausbildung schwerpunktmäßig verfolgen und Wladi Kurotschkin verabschiedete sich vom Leistungssport, bleibt der HG aber an anderer Stelle treu.

Für das Team heißt es nach dem internen Verabschiedungs-Grillen am Sonntag erst einmal Urlaub, oder: 4 Wochen ohne Handball. Dann, so Jörg Lützelberger, könne man auf einer guten Grundlage aufbauend in die neue Spielzeit starten, mit neuen Herausforderungen, starken Gegnern und letztendlich erneut mit dem Blick auf die 2. Bundesliga.
Die letzte Aufstiegspartie gegen Braunschweig ist schnell erzählt. Während MTV-Coach Volker Mudrow während der gesamten 60 Minuten offensiv mit dem 7. Feldspieler agierte, bot die HGS noch einmal eine konzentrierte Partie. Nach einer ausgeglichenen Anfangs-Viertelstunde wurden die Gastgeber dominierender, zwangen beim 11:8 (16.) Volker Mudrow zu seiner ersten Auszeit. Ihren Vorsprung aber gaben die Gastgeber von da an nicht mehr her, bauten ihn bis kurz vor der Pause auf 19:14 (26.) aus, auch weil sie mehrfach das „leere Tor“ beim Überzahlspiel des MTV bestrafen konnten. Die Gäste aber gaben sich nie auf, verkürzten nochmal nach der bereits 2. Auszeit ihres Coaches auf 20:17.
Somit blieb es nach dem Seitenwechsel erst einmal noch eng. Als die Saarländer mit einem Zwischenspurt wieder auf „fünf vor“ (27:22, 40.) stellten, zog Mudrow früh zum letzten Mal die Time-Out-Karte. Auch weiterhin versuchte er sein Überzahlspiel durchzudrücken, gegen das die HGS-Defensive derweil aber gut stand. Als daraus das 2. Tor des scheidenden Torhüters Daniel Schlingmann entstand, HGS-Kapitän Tom Paetow noch das 31:24 (44.) nachlegte und Meti Durmishi sein Abschiedstor zum 32:24 erzielte, war eine gute Viertelstunde vor dem Ende die Partie entschieden. Anders, als im Hinspiel in Braunschweig, gelang es dem MTV nicht mehr, sich aufzubäumen. Saarlouis spielte es diesmal konzentriert zu Ende und Wladi Kurotschkin setzte den Saison-Schlußpunkt und versenkte einen Siebenmeter zum 37:32-Endstand.
Übrigens: Die HGS-Offensive war mit 136 erzielten Toren die Treffsicherste in beiden Gruppen der Aufstiegsrunde. (pw./Fotos: Ruppenthal)
Statistik HGS: Schlingmann 7 Paraden, 2 Tore, Zecher 4 Paraden, Fiedler 1 Parade, Paetow 7, Bjerneld 7, Yves Kunkel 6/2, Weißgerber 5/1, Eberlein 3, Durmishi 3, Becker 1, Reitz 1, Noh 1, Kurotschkin 1/1
Statistik MTV: Engelbrecht 5 Paraden, Hellmann 2 Paraden, Hagen 11/6, Otto 4, Kanning 4, Wollt’s 4, Harder 3, Friedhof 2, Vuckovic 2, Pieles 2
Siebenmeter: HGS 4/5, MTV 6/6
Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, MTV 6
Zuschauer: 1451

