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Saarlouis freut sich auf

Meisterschafts-Finale

Mit 48:36 (25:19)-Heimsieg gegen Bergische Panther souverän „Kurs gehalten“

 

Saarlouis. Alle 43 Sekunden zappelte am Samstagabend statistisch gesehen in der Saarlouiser Stadtgartenhalle das „Runde im Eckigen“. Insgesamt fielen beim 48:36 (25:19)-Heimsieg des Tabellenführers gegen die Bergischen Panther also 84 Tore. Die 1300 Zuschauer erlebten bei diesem Torfestival auf beiden Seiten ein Angriffs-Spektakel, während Abwehr- und Torhüterspiel auf beiden Seiten sichtlich kaum eine Rolle spielten.

 

Und während das eine (Angriff) beiden Trainern durchaus gefiel, haderten Jörg Lützelberger und Alexander Oelze doch mit dem anderen, den Defensiv-Leistungen ihrer Teams. „Dabei haben wir in der zurückliegenden Woche mehr Abwehr als Angriff trainiert“, so Jörg Lützelberger mit Augenzwinkern und Alex Oelze bemühte das „Sch…-Wort“ für die Beschreibung der Abwehr-Untätigkeit seiner Jungs.

 

Die Zuschauer dagegen hatten ihren Spaß, insbesondere die, die es mit den Saarländern halten. Die Meisterschaft ist jetzt greifbar, kann schon am kommenden Wochenende im direkten Duell Erster gegen Zweiter in Gelnhausen eingefahren werden. „Wir freuen uns darauf“, so Lützelberger. Und wenn das nicht klappt, dann hat man in der letzten Partie der Saison am 2. Mai gegen Absteiger Homburg noch einmal die Gelegenheit, den berühmten Sack zuzumachen.

 

Saarlouis bestimmte das Geschehen auf der Platte von Anfang an. Nach gut fünf Minuten leuchtete eine 5:2-Führung von der Anzeigetafel, weil es vorne sauber und flüssig lief. Hinten dagegen bekam der Tabellenführer keinen Zugriff auf die Gäste-Angreifer, die in Maurice Meurer, 7-Meter-Vollstrecker Raik Flemm, Kaan Taymaz und Joe Ballmann ihre stärksten Kräfte hatten. Nach gut sieben Minuten war das Oelze-Team wieder dran (5:4). Saarlouis legte mit Sven Eberlein und Schweden-Power Zeb Bjerneld einen Zwischenspurt ein und erhöhte bis zur 11. Minute auf 9:5.

 

Als Saarlouis seinen Vorsprung beim 14:9 schließlich auf „plus 5“ ausbauen konnte, war mal gerade eine gute Viertelstunde vergangen. Die Saarländer bestimmten weiter das Geschehen, fingen sich aber immer wieder einfache Gegentreffer – auch weil die Torleute von ihrer Abwehrreihe allein gelassen, kaum mal eine Hand an den Ball bekamen. Jörg Lützelberger nahm nach 23 Minuten beim Stand von 18:16 deshalb seine erste Auszeit, versuchte, vor allem seine Defensiv-Formation zu stabilisieren. Das funktionierte allerdings nicht so richtig.

 

Offensiv dagegen lief es weiter rund. Marko Jelicic, das Rückraum-Top-Talent aus Saarlouis, machte ein gutes Spiel, sorgte vier Minuten vor der Pause für den sicheren 23:17-Vorsprung. Leider kassierte Wladi Kurotschkin kurz danach wegen einer unglücklichen Abwehr mit unbeabsichtigtem Gesichtstreffer die Rote Karte. Den Schlusspunkt der ersten 30 Minuten setzte Yves Kunkel per Siebenmeter zum 25:19-Pausenstand.

 

Nach dem Seitenwechsel – inzwischen war mit Finn Zecher bei Saarlouis der dritte Torhüter auf der Platte – lief es defensiv für die Saarländer etwas besser und schon nach fast 34 Minuten markierte Kunkel Treffer Nummer 30 für die Saarländer. „Alles im Griff“ könnte man die folgenden Minuten überschreiben. Saarlouis hielt seinen Vorsprung, baute ihn aus und Joshua Reitz markierte mit seinem Treffer zum 35:25 (43.) die erste zweistellige Differenz . Daß sich hier noch irgendetwas ändern könnte, glaubte in der Halle derweil niemand mehr. Die Frage war nur noch, wie hoch fällt der Sieg aus.

 

Philipp Petschick setzte von der rechten Außenposition den 40. Treffer der Saarländer und gut drei Minuten vor Schluss stellte Marcel Becker mit seinem Treffer zum 45:35 das Ergebnis erneut auf „plus 10“. Wenig später nach weiteren Toren vom starken Elyas Noh und Josh Reitz war der deutlichste Saison-Sieg der HG Saarlouis eingetütet – und das wichtigste: der Kurs Meisterschaft wurde souverän gehalten.

 

Statistik HGS: Schlingmann 2 Paraden, Zecher 6 Paraden, Noh 8/2, Eberlein 7, Paetow 6, Bjerneld 6, Durmishi 6, Kunkel 5/3, Jelicic 2, Becker 2, Petschick 2, Reitz 2, Kockler 1, Weißgerber 1

 

Statistik Panther: Mohr 7 Paraden 1x7m, Flemm 8/8, Meurer 8, Taymaz 8, Ballmann 4, Schön 3, Lorenz 2, Lindemann 1, Elsässer 1, Vornehm 1

 

Siebenmeter: HGS 5/6, Panther 8/8

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 8, Panther 6

 

Zuschauer: 1291