Tabellenführer ist
wieder in der Spur
HG Saarlouis nimmt überzeugende Revanche für Hinspiel-Niederlage in Nieder-Roden – 37:25 (17:13)
Saarlouis. Es kam alles so, wie Team-Kapitän Tom Paetow es versprochen hatte. Die „Doppel-Wiedergutmachung“ erfreute am Sonntagnachmittag wieder 1460 Zuschauer in der Stadtgarten-Festung und mit 37:25 (17:13) fingen sich die „Baggersee-Piraten“ nicht nur die Revanche für den Hinspiel-Sieg, sondern auch eine richtige Klatsche. Das Team von Jörg Lützelberger zeigte, daß die Heimpleite gegen Hanau ein Ausrutscher war und Saarlouis es mit der Aufstiegsrunde ernst meint.
Es dauerte aber ein bisschen, bis die HGS in der Stadtgartenhalle so richtig das Kommando übernahm. Die HSG Rodgau Nieder-Roden war von ihrem Coach Christian Sommer gut auf die Gastgeber eingestellt, hielt in der Anfangsphase auch ordentlich dagegen und war beim 8:8 in der 19. Minute noch auf Augenhöhe.
Jörg Lützelberger holte sich seine Jungs, die auf Geis, Kockler und auch Olle Österhall verzichten mussten, zur ersten Besprechung, stellte die Anfangsformation etwas um und richtete das Spiel seiner Mannschaft offensiv und defensiv neu aus. Drei Minuten, eine Piraten-Auszeit und vier HGS-Tore später konnte sich der Tabellenführer erstmals etwas deutlicher absetzen (12:8). Und der Vorsprung wurde in der Folge noch etwas größer. Geburtstagskind Lars Weißgerber und sein Pendant auf der linken Außenbahn, Elyas Noh sorgten zwischenzeitlich für die 16:11-Führung kurz vor der Pause. Schweden-Power Zeb Bjerneld stellte auf 17:12, ehe Nils Hassler zum Halbzeitstand verkürzte.
So, wie sie in die Kabine gegangen waren, so selbstbewusst kamen die Saarländer auch wieder raus. Angeführt von Tom Paetow, Sven Eberlein und Lars Weißgerber erhöhte Saarlouis den Druck auf die Gäste und seinen Vorsprung auf 21:13 (34.).
Danach kamen die Gäste so richtig nicht mehr in Schwung. Zwar traf Staffel-Torschützenkönig Sam Hoddersen von der Siebenmeterlinie sicher, ansonsten aber hatte Finn Zecher im Kasten der Gastgeber einen Prima-Tag erwischt, zog mit seinen Paraden den Baggersee-Piraten ein ums andere Mal den Zahn.
Und vorne spulten seine Kameraden jetzt in gewohnter Manier ihr Programm ab. Yves Kunkel steuerte wieder einmal zehn Buden zum Sieg bei, traf von Aussen und auch aus dem Rückraum. Beim 26:16 (42.) durch Meti Durmishi hieß es dann zum 1. Mal „plus 10“ und die Entscheidung in dieser Partie war längst gefallen. Die HSG Rodgau Nieder-Roden hatte nichts mehr entgegenzusetzen, sehnte in dr Schluss-Viertelstunde scheinbar nur noch den Abpfiff herbei. Saarlouis zog durch. 11 Sekunden vor Schluß machte Wladi Kurotschkin mit seinem Treffer zum 37:25 das Ausrufezeichen hinter diese Partie.
Und wie hatte Paetow vorher gesagt: “Wir wollen nicht, daß eine Mannschaft uns in der Saison zwei Mal schlägt.“ – das hat auch die HSG Nieder-Roden nicht geschafft. Im übrigen lohnt noch ein Blick auf die Ergebnisse des Wochenendes: Gelnhausen hat in Melsungen beim 25:25 einen Punkt liegen gelassen, Homburg ist nach der Niederlage gegen Schalksmühle wohl nicht mehr zu retten und Hanau und Köln-Longerich sind die schärfsten Verfolger auf den Plätzen 3 und 4. Und noch ein Blick in die Statistiken: Top-Torschütze der HGS bleibt Yves Kunkel mit bisher 167 Toren, gefolgt von Sven Eberlein mit 122 und Tom Paetow mit 103 Treffern. Auch „Geburtstagskind“ Lars Weißgerber ist mit bisher 98 Toren knapp vor der 100er-Schallmauer. (pw.)
Statistik HGS: Zecher 17 Paraden, 1x7m, Yves Kunkel 10, Eberlein 5, Weißgerber 4, Bjerneld 4, Noh 4, Paetow 4, Becker 2, Durmishi 1, Reitz 1, Jelicic 1, Kurotwschkin 1
Statistik HSG: Becker 4 Paraden, Hoepffner 5 Paraden, Hoddersen 11/5, Wucherpfennig 5, von der Au 2, Georgi 2, Brandt 2, Hassler 1, Planken 1, Haus 1
Siebenmeter: HGS 0/ HSG 5/7
Zeitstrafen in Minuten: HGS 2, HSG 0
Zuschauer: 1460

